Sep 14 2009

Albtraumfalle Disneyliebe (2009)

Albtraumfalle Disneyliebe

“ALBtraumFalle DISNEY LIEBE / Hol Dir ein Desaster / Allein im ZeitSturm TANZEN AUF KRIEGSPFAD”.


Sep 14 2009

Blutvergiessen (2009)

Blutvergießen

“Blutvergießen unter die Haut / FOREVER ON THE EDGE OF Mr. Nice Guy”.


Sep 14 2009

Pechvogel.

Es regnete ein paar Wochen später tatsächlich Hufeisen. Ich war leider gerade draußen.


Sep 14 2009

NeuRosen (LVII)

Vor knapp zehn Jahren habe ich das erste und einzige Mal in meinem Leben jemanden verlassen. Ich bin einfach gegangen, ich zog die Tür Ihrer Wohnung hinter mir zu, in dem Wissen, dass ich Sie vermutlich nie wiedersehen würde. Im dem Moment, in dem ich es tat, schien es wie etwas teuflisch Grausames aber unfassbar Verlockendes zugleich: Einfach ausbrechen, weglaufen, mich nicht mehr melden, frei sein. Ich habe bis heute ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke. Jenes schlechte Gewissen wurde vor ein paar Jahren so groß, dass ich anfing, random Menschen mit demselben seltenen Nachnamen aus dem Telefonbuch in ganz Deutschland anzurufen, um die Frau, um die es ging, wiederzufinden. Ich habe sie nicht gefunden, aber ich google bis heute manchmal ihren Namen, um hoffentlich irgendwann herauszufinden, was mit ihr passiert ist, obwohl wir kaum drei Monate zusammen hatten. Ich weiß nicht, warum ich zu so etwas banalem wie Menschen einfach zurücklassen nicht in der Lage bin. Zu etwas, das andere Menschen jeden Tag hundertausendfach tun. Ich kann niemanden allein lassen, der mir einmal wichtig war. Ich bin der festen Überzeugung, dass ich immer nur dann eine Beziehung (und damit meine ich nicht nur Liebesbeziehungen) mit jemandem eingehe, wenn ich mir sicher bin, dass es für die Ewigkeit sein könnte. Und dass in einer Beziehung, die ich so einschätze, jedes wieauchimmer geartete Problem ein lösbares Problem ist, wenn man einfach nur darüber redet und keinerlei Scheu davor hat, dem anderen zu erklären, was eigentlich eben dieses verdammte Problem ist.

Leider bin ich oft mit dieser eigentlich grundeinfachen Einsicht, dass man Menschen, die man einmal nah an sich gelassen hat, nicht einfach wieder wegstößt, bis heute ziemlich allein. Daraus erwuchsen im Laufe der Jahre Stilblüten meiner Existenz, auf die ich gerne verzichten würde, wie eben das Googlen dieses einen Namens oder die Existenz jener teuflischen Dame, der ich ab und zu, aber dennoch auf regelmäßiger Basis mitteile, wie es mir geht, ohne jemals eine Antwort zu erhalten. Allerdings kann ich dennoch nicht nicht wirklich behaupten, dass mich diese Merkwürdigkeiten in irgendeiner Form in meinem Dasein einschränken würden. Im Gegenteil: Eigentlich mag ich meine Leichen im Keller, ich füttere sie oft und bilde mir, während ich das tue, ein, mit dieser Art von Verhalten besser zu sein als viele andere Menschen.


Sep 13 2009

Der Sinn des Lebens (2009)

Der Sinn des Lebens

“Das Leben hat einen Sinn: / Seien sie oft altmodisch / Schwarz-Gelb ist wie für Sie gemacht! / BLOND. SIMPLY SEXY”


Sep 13 2009

Im Fasanengarten (2009)

Im Fasanengarten

“Käpt’n Iglo im Fasanengarten / Sex and the Ökokurs”


Sep 13 2009

Instant Poetry (CLVIII)

Ewig nach verbrauster Jugend schielend:
Er schien mir doch ein armer Hund, der Kerl.


Sep 13 2009

Wort für Wort (LI)

„…aber anstatt mit ihr Sex zu haben, erzähle ich ihr, wie ich mich fühle. Und dann fahre ich mitten in der Nacht nach Hause in meine leere Wohnung, während Duweißtschonwer vermutlich grade irgendwo irgendwas mit irgendwem  treibt.“ – „Du bist echt süß.“ – „Süß? Ich bin so ein Softie, ich kotze mich selbst an.“


Sep 9 2009

The Invocation (2009)

The Invocation

Model: LD.


Sep 9 2009

Instant Poetry (CLVII)

Inventur im Lyriklager:
Nur abgeranzte Metaphorik,
arg angestaubte Wortfeldreste,
zu kurze Hypotaxen
und ein paar kaputte Schüttelreime.


Sep 9 2009

NeuRosen (LVI)

Manchmal, wenn ich aus der U-Bahn steige, dann laufe ich an dem stehenden Zug vorbei und blicke den Menschen, die dort sitzen und aus den Fenstern gucken, mitten in die Augen, während ich an ihnen vorbeigehe. Es ist erstaunlich, wie viele Leute sich dabei unwohl zu fühlen scheinen, wenn ich das tue. Wenn ich davon ausgehe, dass dieses Unwohlsein nicht an mir liegt (so gruselig sehe ich hoffentlich nicht aus), dann stellt sich mir unweigerlich die Frage, was dieses Gefühl sonst verursachen könnte. Diejenigen, von denen ich spreche, spielen sich dann plötzlich in den Haaren herum, zupfen ihre Kleider zurecht oder blicken schnell auf ihr Handy, wenn ihr Blick den meinen trifft. Ihre Reaktionen wirken fast so, als fühlten sie sich allein durch den Blickkontakt bei irgendetwas ertappt. Vielleicht beim Mensch sein statt nur Passagier.


Sep 2 2009

Lonely Monkey Islands.

Die Erkenntnis dieses Abends lautet: Unterschätze niemals das Leben, Sebastian. Es hat oft noch diverse Joker in der Hinterhand.


Sep 2 2009

Elegy (2009)

Elegy

Model: LD.