Verdammt, ich kann keinen klaren Gedanken fassen. Ich bin höchstwahrscheinlich von Dämonen besessen und brauche nur nen guten Exorzisten. Bei Wikipedia steht, dass so ein Exorzismus durchaus Hunderte von Sitzungen erfordern kann, das klingt schon ziemlich verlockend.
Na gut, das mit den vielen Sitzungen habe ich gerade eben einfach erfunden.
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Wenn Du mich ansiehst, zerbrechen in mir drin Dinge, an einem Ort, wo eigentlich vorher schon jemand absichtlich alles kaputtgeschlagen hat und dennoch ist jedesmal, wenn ich Dich wieder sehe, mehr heiles Glas vorhanden als bei jedem Mal davor.
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Schwarzes Einhorn, nächtens,
auf der B22, zwinkernd.
Auf der Gegenspur parallel, so will ich jetzt auch laufen.
Komm sofort her, Welt, ich knutsch Dich dreihundertmal, du verrücktes Huhn.
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Kussmaschine, Du,
mit Früchten auf dem Büstenhalter,
isst fettige Holzofenpizza
und singst leise zu Massive Attack;
Ich: Katzenjammer, Du: Schwanengesang,
und dann wieder Sterne zählen in Quadranten
und Lippenberührungen in Schätzschritten.
Be- und Verzaubernd, das.
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Du hast natürlich Recht: Es war schwer zu erkennen im Dunkel, aber ich habe es sehr deutlich gesehen, weil meine Wahrnehmung aus dem Grunde geschärft ist, dass ich schon seit langer Zeit immer auf schwarze Autos achte, die mir zu ähnlichen Uhrzeiten begegnen könnten und denen ich dann ausweichen muss, aber damit werde ich jetzt aufhören.
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Wer klingelt nachts um zwei an meiner Tür? Ach, es ist der verrückte Theaterwissenschaftler, der mich abholen will, um mit mir auf eine vierzig Meter hohe, stillgelegte Fabrik zu klettern, wegen der Aussicht.
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Chasing the silent ones [rabbits] further down the hole. So defenceless, so defenceless. I’d like to wrap my arms around you and press my lips against your name. Oh, please, do that again. And again. And again. And again. And again. And again. And again. And again. And again. And again. And again. And again. And again (continued, virtually)
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While sailing somewhere
around nothing,
I had to lose you
to find your songs.
Define somewhere,
you think and I’ll write to
redefine me anyway.
While sailing somewhere
around nothing,
I had to lose everything
to be able to come back home.
Define home,
you think and I’ll scream
and drink and smash my head against a wall just to
forget where I belong.
Oh, girl,
the irony is so thick, you could cut it up with a knife
(cut me up, too, please,
this is not what they call a life)
Hands down, it makes me dream, smile and laugh,
the one who laughs longest, laughs last, they say,
well, I’m gonna laugh till I cry.
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Ich zähle die Spinnen, die in mich reinkriechen. Ich zähle die Spinnen, die in mich reinkriechen. Ich zähle die Spinnen. Ich zähle und zähle.
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Ich düfte hier gar nicht mehr sein. Aber ich bin dennoch hier. Ich hasse die Regeln, die diese Leute erfunden haben und die Jeder für selbstverständlich, oder, in einigen, ganz politisch korrekten Fällen, sogar für fast naturgegeben hält. Und immer dann, wenn ich diese Regeln breche, stehe ich entweder wie ein Idiot oder wie ein Verrückter da, völlig egal, wie tolerant die ganze Welt angeblich ist.
Leck mich kreuzweise am Arsch, Kritiker.
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Wenn meine Couch irgendwann Gravitationen entwickeln sollte, werde ich sie auf den Sperrmüll werfen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist aber deswegen schon ziemlich gering, weil ich gar keine Couch besitze.
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Karierte Schlangen
schrubben mir die Haut weg.
Ich mag nicht mehr tanzen,
nicht um zu vergessen.
Und gierig lächelt: Die Erinnerung.
Sie weiß, ich komme zurück.
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“Wer hat den Horizont angebissen? Warst Du es, Elisa? Wenn Du mittiger gebissen hättest, könnte ich beim Sonnenuntergang fast genau 17 Minuten länger Licht haben, aber ich schätze mal, es war Dir von Anfang an klar, dass ich darauf nicht den geringsten Wert lege. Die Nacht verwischt jegliche Realität und dann geht das mit dem Tanzen wieder los. Und dem Voodoo. Und dem Fisch. Und dem Wandern. In der Landschaft. Im Winter”, sagte er.
“Ich mag Sprachzwitter”, sagte sie, und dann wurde es dunkel.
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