Review: Marilyn Manson – ‘We’re From America’ (Song)
Es ist viel spekuliert worden über die Arbeiten an dem kommenden Album namens „The High End Of Low“ der amerikanischen Band Marilyn Manson (Release-Date ist der 26. Mai 2009), die fast synonym mit ihrem Frontmann geworden ist, nachdem vor ein paar Jahren auch die letzten guten Musiker das sinkende Schiff verlassen hatten. Ein paar prominente Gaststars sollen darauf zu hören sein: Kerry King von Slayer und James Iha (Ex-Smashing Pumpkins) zum Beispiel. Viel wichtiger aber ist, dass Jeordie White (unter seinem alten Pseudonym Twiggy Ramirez), Bassist, A Perfect Circle- und früheres Nine Inch Nails-Mitglied und vor allem langjähriger Manson-Songwriter (der Frontmann schreibt, das ist den wenigsten bekannt, zumeist nur seine Texte) und unter anderem verantwortlich für die großartigen Alben „AntiChrist Superstar“ und „Mechanical Animals“, wieder an Bord ist.
Dem nagelneuen Teaser-Song ‘We’re From America’ (seit heute herunterladbar auf der offiziellen Webseite), der in den ersten Minuten recht simpel und eingängig tönt, hört man das nicht nur in Sachen Sound an: Knarzige Gitarrenriffs, Feedbacksounds, Manson klingen wieder nach Industrial der alten Schule und nicht nach einer billigen Rammstein-Imitation. Im zweiten Teil des Tracks, dessen etwas dümmliche Lyrics (nein, Sarkasmus bedeutet nicht, dass ein Text automatisch tiefgründig ist) den absurden Gedanken wecken, dass Marilyn Manson eine bessere Band ohne, äh, Marilyn Manson wären, kommen dann ein paar homogen eingearbeitete Soundcollagen und irre psychedelische Gitarrenlicks hinzu, die richtig viel Spass machen und nicht nur vordergründig nach Aufmerksamkeit heischen. Es wäre zu früh, zu sagen, dass Marilyn Manson nach zwei katastrophal schlechten Platten zu alter Qualität zurückgefunden haben, aber ‘We’re From America’ macht trotz seiner auch insgesamt sehr einfachen Struktur Hoffnung genau darauf.
7/10 Punkten.



März 28th, 2009 at 09:07
Naja..
Das wäre doch mal genial, aber sorry soviel Gefühl traue ich diesen emotionalen Blechbüchsen leider nicht zu.
Also ich finde es immer recht amüsant wenn übercoole Typen wie du sich über etwas auslassen, von dem sie keine Ahnung haben. Wir brauchen keine alte Schule und Manson braucht keine Stempel wie “Industrial”. Manson mit Rammstein zu vergleichen ist ja dann sowieso noch das absolute Schmankerl deines offenherzigen Beitrages für virtuellen Müll. Von kindisch kann da ja gar keine Rede sein. Sag mir bitte einen einzigen Song aus Eat me drink me, aus Holy Wood, oder aus Golden Age, der nur irgendwie wie Rammstein klingt. *rofl* Das würde mal geil klingen wenn Rammstein singen würde:”Brich nicht mein Herz und ich werde deine herzförmige Sonnenbrille nicht kaputt machen.”
Manson transportiert in erster Linie Gefühle und Emotionen und dafür braucht er keine bestimmten Musikrichtung und das hat er auch noch nie getan. Du kannst auch wohl kaum behaupten, das Mechanical Animals industrial war, wenn du schon stupide irgendetwas von Manson in eine Genre einordnen willst. Was ihr Typen auch nie versteht, ist dass es bei Manson immer eine Symbiose zwischen Musik und Text gibt. Es gibt eine Grundidee für ein Album und dann werden Musik und Text nach diesem Konzept erschaffen.
Sorry, Manson ist Künstler und kein gitarrenschwingender Musiker und Hau-Drauf-Degen. Entweder man mag seine Idee von der Welt und seine Kunst, oder eben nicht. Nur so viel Gequatsche ohne eine Ahnung von der Materie ist echt ärmlich.
Einfach mal denken, das hilft in manchen Lebenssituationen schon weiter.
März 28th, 2009 at 10:44
Hey Verena,
ich bin zwar nicht „obercool“, aber ich verfolge die Geschichte dieser Band seit dem ersten Album. Seit 15 Jahren. Und viele Jahre davon war ich auch soetwas wie ein “Fan” (obwohl ich diesen Begriff ungern für mich verwende). Von “keine Ahnung haben” kann also in keiner Hinsicht die Rede sein. Also lass mich Deine Anmerkungen beantworten (auf Beleidigungen wie “virtueller Müll” gehe ich nicht ein, Du wirst verstehen, dass ich so ein Niveau hier nicht pflege, auch wenn ich Deinen Beitrag unbearbeitet gelassen habe):
„Manson mit Rammstein zu vergleichen ist ja dann sowieso noch das absolute Schmankerl“
Wie Dir vielleicht bewusst ist, wurde „The Golden Age Of Grotesque“ zum Großteil von Tim Skold von KFMDM geschrieben. Diese Band wiederum ist ein Haupteinfluss von Rammstein. Die ganze Platte hat den exakten Duktus simpler Riffs, auch der Sound war nicht unmaßgeblich von eben dieser Band beeinflusst. Von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen. Auch optisch nähert man sich dem Look and Feel an, es ist kein Zufall, dass Gottfried Helnwein nicht nur das Album-Cover von Rammsteins “Sehnsucht”, sondern auch von Marilyn Mansons “The Golden Age Of Grotesque” gemacht hat und dürfte ziemlich klar machen, dass nicht nur Skold, sondern auch Brian Warner eben diese Band gut kannten. Du brauchst ja zusätzlich nur mal die Logos und Videos angucken. Wenn Du die musikalischen Parallelen genauer erklärt haben willst, dann schicke mir doch bitte eine Mail, ich kann Dir dazu drei Seiten schreiben, sofern von Dir nicht bloß ein dummer Kommentar zurückkommt und Du zu einer Diskussion in der Hinsicht bereit bist.
„Sag mir bitte einen einzigen Song aus Eat me drink me, aus Holy Wood, oder aus Golden Age, der nur irgendwie wie Rammstein klingt.“
Auf „Golden Age“: Fast alles. Auf „Eat Me, Drink Me“ klingt er hingegen hinter ähnlichen Gitarren ein bisschen mehr nach My Chemical Romance, fast wie eine Emo-Band, auch konzeptuell. Und sieht auch so aus. Mit dem Unterschied, dass Brian Warner nicht wirklich singen kann.
„Das würde mal geil klingen wenn Rammstein singen würde:”Brich nicht mein Herz und ich werde deine herzförmige Sonnenbrille nicht kaputt machen.” Das wäre doch mal genial, aber sorry soviel Gefühl traue ich diesen emotionalen Blechbüchsen leider nicht zu. “
Ob das „gefühlvolle“ Lyrics sind, überlasse ich mal Deinem eigenen Urteil. Ich sprache übrigens von „klingen“ und das bezieht sich auf die Musik, nicht auf die Texte. Zwei Bands klingen nicht gleich, wenn sie über dieselben Themen singen, sonst würden sich The Doors wie Dimmu Borgir anhören. Aber lustig, dass Du die Texte ansprichst. Der hier besprochene Song geht nämlich so: “We’re from america, we’re from america, where we eat our young”. An was erinnert mich das stumpfe Amerika-Bashing bloß? Ach ja: “We’re all living in America, America ist wunderbar.” Das zweite ist wiederum Rammstein
.
„Manson transportiert in erster Linie Gefühle und Emotionen und dafür braucht er keine bestimmten Musikrichtung und das hat er auch noch nie getan.“
Ach nein? Dafür klang aber jedes einzelner der Alben doch sehr deutlich nach einer bestimmten Richtung, so leid es mir tut.
„Du kannst auch wohl kaum behaupten, das Mechanical Animals industrial war, wenn du schon stupide irgendetwas von Manson in eine Genre einordnen willst.“
„Mechanical Animals“ ist Glam-Rock, Ziggy Stardust und Bowie. Das dass leider von den Fans nicht akzeptiert wurde und die Band im Anschluss wieder einen Schritt zurück machte, muss ich Dir wohl nicht erzählen.
„Es gibt eine Grundidee für ein Album und dann werden Musik und Text nach diesem Konzept erschaffen.“
Du glaubst alles, was Musiker in irgendwelchen Interviews von sich geben, oder? Ich nicht, sorry, aber dafür habe ich diese stumpfen Plattitüden selbst zu oft von Musikern gehört, die ich interviewen musste. „Das ist unser härtestes Album und ach ja, auch unsere beste Platte, natürlich. Sie ist eine Symbiose aus blablablaaa.“
„Sorry, Manson ist Künstler und kein gitarrenschwingender Musiker und Hau-Drauf-Degen. Entweder man mag seine Idee von der Welt und seine Kunst, oder eben nicht.“
Sorry, nur weil jemand einmal ein paar gute Kunstwerke gemacht hat, heißt das nicht, dass ich mir blind alles anhöre und mag, was er danach veröffentlicht. Das wäre blindes Mitläufertum, was Du anscheinend praktizierst. Als Manson-Fan solltest Du aber doch kritisches Hinterfragen von Deinem Idol gelernt haben, oder? Ist nicht “selbst mitdenken” genau eine der Hauptbotschaften der Band? Vielleicht solltest Du noch einmal genauer hinhören
.
März 29th, 2009 at 11:19
Danke für deine ausführliche Antwort!
Bin wirklich in keinem der angesprochenen Punkte deiner Meinung. Mitläufer? Ich? Süß.. hab mich nie in eine Gothic-Kultur zwängen lassen, oder mich jemals irgendeiner “Gruppierung” zugehörig gefühlt, aber das hat hier keine Rolle zu spielen.
1) Manson – Helnwein
In Golden Age ging es meiner Meinung nach mehr um die Idee der Entarteten Kunst und der Goldenen Ära des Berlin der 30iger Jahre. Manson hat auch Max Raabe gehört und sich mit “entarteter” Kunst auseinandergesetzt. Deswegen auch die NS-Sybolik. Das die Riffs von Skold dazu passen und du da Ähnlichkeiten mit Rammstein erkennst.. naja wie du meinst. Helnwein hat sich in seiner frühen Arbeit viel mit Selbstverletzung und mit Nazi-Themen auseinandergesetzt… Ich vermute da eher eine künstleriche Kolaboration, als das abgucken. Rammstein hat ja auch eine Single des Albums geremixt etc..
2)Eat me drink me klingt nach My Chemical Romance. Uff..
Naja.. Ich überlasse dir das auch gerne wenn du meinst. In dem Album geht es hauptsächlich um Liebe, Lewis Carroll und um Alice im Wunderland. Ehrlich gesagt kenne ich mich mit Chemical Romance nicht aus und ich werd mir jetzt auch nicht extra was anhören. Wenn du da Ähnlichkeiten erkennst und Manson nicht genügend persönlichen kreativen Schöpfergeist zutraust, dann kann ich dir nicht helfen.
4) Kann sein, dass du mehr auf die Musik hörst und dir Texte egal sind. Für mich ist es eine Sybiose aus beiden, die das Kunstwerk vollenden. Deswegen mag ich diese Sparten-Einteilungen auch nicht.
5) Richtung ja im Sinne von Grundidee des Albums, wie ich dir vorher schon erklärt habe, aber keine MUSIK-Richtung.
6, 7) Ob du Manson glaubhaft findest, oder nicht, ist absolut deine Sache. Ich kann nur sagen, dass ich auch seit vielen Jahren tief in der Mansonmusik verwurzelt bin und mir kein anderer Künstler so sehr am Herzen liegt wie er. Vielleicht noch Schiele, Frida Kahlo, Kafka oder Goethe. Ich bin kein “Fan” höchstens Genießerin von Kunst. Wie gesagt Mitläufertum ist schnell mal etwas und wenn du noch immer glaubst, dass ich mich mit den anderen “Mansonfans” identifizieren kann, tut es mir leid.
Finde einige deiner Bilder auch ganz nett übrigens. Nimms mir nicht übel, aber ich möchte einfach, dass Manson mehr als das gesehen wird, was er meiner Meinung nach wirklich ist… Nicht vergleichbar mit irgendwelchen Industrial-, Metal-, oder Gothicbands. Dazu hat er seinen “Stil” zu oft gewechselt. Es geht deswegen nicht um einen Stil und eine Richtung, sondern um das Gesamtkunstwerk an sich.. Dass er sich da verschiedentlich inspirieren lässt ist toll und so kann man mit jedem Album in eine neue Seite eintauchen, eine neue Reflexion erleben.. Ich mag das engstirnige Denken einfach nicht, aber ich weiß, dass es Menschen immer ein Bedürfnis ist alles zu kategorisieren.
Machs gut!
März 29th, 2009 at 13:50
Mir ist schon klar, dass insbesondere Marilyn Manson-Fans denken, dass ihr Idol überhaupt mit nichts zu vergleichen ist und völlig für sich steht. Was gerade deswegen ein bisschen paradox ist, weil die Band nach ihrem Debüt sich eigentlich immer irgendwelcher anderer Bands bedient hat, am stärksten bei ACS und den Nine Inch Nails, auch das kein Zufall, weil Trent Reznor die Band gewissermaßen mit aufgebaut hat. Richtig eigenständige Musik/Kunst ist und war es aber leider nie (da gibt es eine handvoll Bands aus dem Bereich ArtRock/Progressive, die das von sich behaupten können, sonst nur sehr wenig, Musik steht genau wie Kunst schon immer in Relation zu anderer Musik, etwas wirklich “Neues” kann nicht mehr geben), dafür stellenweise doch sehr, sehr spannend und innovativ präsentiert. Man darf gespannt sein, ob sie das wieder hinkriegen.
Mit “Mitläufertum” meinte ich übrigens, blind alles supertoll zu finden, nicht Schubladendenken. Wenn Du mir erzählen willst, dass Du jedes der fünf Marilyn Manson-Alben als grandios einordnest, dann kann ich Dich nicht wirklich ernstnehmen. Aber dennoch: Vielen Dank für Deinen Kommentar und die ernsthafte Auseinandersetzung damit
. Es gibt nicht viele Menschen, die sich intensiv mit Musik beschäftigen.
März 29th, 2009 at 16:30
Schade, dass du kaum auf meine Kommentare eingegangen bist.
Habe ja oben auch angeführt wo Mansons Inspirationsquellen unter anderem liegen könnten. Von nichts kommt nichts, da geht es aber jedem Künstler bzw. Musiker gleich. Das Reznor Manson groß gemacht hat, brauchst du mir nicht extra erzählen. Zum Glück hat Manson aufgehört mit Mechanical Animals wie NIN zu klingen, Manson sei dank! Bin übrigens die letzte, die irgendwem blind folgt, aber wenn es für mich persönlich so war, dass jedes seiner Alben genial war, dann kannst du es mir nicht verübeln. Du kannst mich nicht richtig ernst nehmen, wenn ich das so empfinde? Da blick ich ehrlich nicht durch. Du kannst doch nicht in mich hineinsehen und du hast nicht einmal die leiseste Ahnung was diese Musik für mich bedeutet, egal ob sie nach deiner selbstgegeben Urteilsmacht als schlecht oder gut eingeordnet wird. Ich kann es dir ja auch nicht verübeln, dass du nach Mechanical Animals nichts mehr mit Manson anfangen konntest. Diese alte Leidensgeschichte teilen ja viele frühere “Fans”, da bist du ja kein Unikat. Jeder wie er will sage ich immer, aber unfair braucht man ja nicht werden und mich störts einfach, dass wenn man Manson und We’re from America googelt deine Seite auftaucht, wo Manson als Rammstein-Kopie bezeichnet wird. Wollte nur meinen Stand der Dinge zeigen.
Das wollte ich jetzt doch noch loswerden und vielleicht kannst du mich ja auch mal “ernst” nehmen.
März 29th, 2009 at 19:26
“Zum Glück hat Manson aufgehört mit Mechanical Animals wie NIN zu klingen, Manson sei dank!”
Manson sei dank? Weißt Du, das ist ein bisschen mein Problem mit euch Manson-Fans: Brian Warner schreibt halt letztendlich leider so gut wie nichts von dieser Musik, das machen immer die Leute um ihn rum. Und das erklärt auch den plötzlichen Qualitätsverlust, nachdem die meisten seiner Leute die Band nach “Holy Wood” verlassen haben.
“dass jedes seiner Alben genial war, dann kannst du es mir nicht verübeln. Du kannst mich nicht richtig ernst nehmen, wenn ich das so empfinde?”
Weil absolut niemand, der ein bisschen Ahnung von Musik hat, dem zustimmen würde. Echt nicht. “Eat Me, Drink Me” und “Golden Age” haben bei Metacritic einen Score von rund 60.
“Da blick ich ehrlich nicht durch. Du kannst doch nicht in mich hineinsehen und du hast nicht einmal die leiseste Ahnung was diese Musik für mich bedeutet, egal ob sie nach deiner selbstgegeben Urteilsmacht als schlecht oder gut eingeordnet wird.”
Ich rezensiere Musik. Das mache ich jeden Tag. Jeder kann subjektiv alles gut oder schlecht finden, ich kann auch differenzieren, ob ich Musik persönlich gut finde, oder ob ich denke, dass sie objektive von irgendwelcher Relevanz ist. Die sieben Punkte für den Song sind im übrigen schon sehr großzügig und basieren darauf, dass ich hoffe, dass es nur ein “Anheizer” ist. Und: Selbstgegeben ist meine Urteilsmacht dadurch, dass ich über Musik schreibe und mich seit Jahren damit beschäftige. Das Recht dazu hat jeder. Fang doch auch damit an, wenn Du denkst, dass Du es besser beurteilen kann. Richte Dir einen Blog ein (geht in fünf Minuten) und leg los. Niemand hindert Dich, im Gegenteil: Leute, die gut über Musik schreiben werden immer gebraucht.
“aber unfair braucht man ja nicht werden und mich störts einfach, dass wenn man Manson und We’re from America googelt deine Seite auftaucht, wo Manson als Rammstein-Kopie bezeichnet wird.”
Weil ich ausnahmsweise mal schnell war. Die XY anderen Reviews auf dieser Seite sind in Google unter ferner liefen auf Seite XY. Und: Keine Angst. Die Band verdient Millionen von Dollar, auch wenn ich sage, dass sie vor nicht all zu langer Zeit wie eine billige Rammstein-Kopie klangen (nicht “klingen”). Ich bin sicher, dass sie Mitleid von Menschen aus dem Internet nicht so richtig dringend nötig haben
.
März 30th, 2009 at 07:51
Das hauptsächliche Problem ist wahrscheinlich wirklich, dass du versuchst über Mansons Musik zu urteilen, die ihm jemand anderer schreibt. Naja.. wenn Manson sagt, seine Musik soll nach Berlin 30iger klingen und dann hören die sich Sachen aus dieser Zeit an und dann klingt die Musik so.. Meine Güte davon wird doch keinem übel. Dass Manson kein “Musiker” in diesem Sinne ist, ist ja jetzt auch nichts neues. Wie gesagt, ich verstehe ihn auch eher als Künstler. Eat me drink me hatte übrigens einige meiner absoluten Lieblingslieder von Manson. Eat me drink me und evidence zum Beispiel. Die beiden Stücke fand ich fantastisch. Wenn du als Musikkritiker das nicht so empfindest, dann ist das auch deine Sache.
Sorry bin nicht fanatisch und kein Fan, hächstens pathetisch und eine Bewunderin. Ich finde den Blick den Menschen auf Manson haben nun einmal richtig strange und ich verstehe nicht, warum sie nicht durch ihre ganzen Brillen durchblicken können. Finde es nach wie vor gut, dass Manson polarisiert, auch unter all den Metal- und Gothic- und Industrialfans… Die schnallen es sowieso nie, dass Musik auch noch etwas anderes sein kann, als die Vorstellung die sie davon haben.
Noch zum Schluss zu Mechanical Animals:
Du kannst im Kreis herumhüpfen wie du willst, aber ich bin zu hundertprozent davon überzeugt, dass es ein bewusster Akt war nicht mehr wie NIN zu klingen.. Schließlich taten sie das mit Portrait fo an American Family ja auch überhaupt nicht! Glaub mir, auf den Sound seiner Band hat er schon Einfluss und er wird bestimmt nicht dazu gezwungen so zu klingen wie die Momentanen Schaufensterpuppen seiner Band es so wollen. Twiggy war ja wohl lange genug dabei.. Dann hätte alle Alben an denen Twiggy beteiligt war gleich klingen müssen? *rofl* Sorry, aber deshalb alleine finde ich deine “Beweisführung” nicht gerade aussagekräftig.
Musst mir nicht erklären wie man einen Blog erstellt, nachdem ich selber einen privaten betreibe.
Ich möchte nicht über Musik schreiben, weil ich mich dafür nicht interessiere und mich damit nicht auskenne und ich bin auch nicht mehr 13 dass ich einen Manson-Fanblog anlege. Hab besseres zu tun. Ich kenne mich auch mit Musikkritik nicht besonders gut aus, aber das meiste was ich in meinem Leben dahingehend gelesen habe, war wirklich Schrott. Selbsterkorene Musikkritiker sollten wirklich zuerst Musikologie oder was weiß ich studieren, vielleicht erhalten sie dann die nötige Urteilskraft.
Trotzdem schade, dass du mich nicht für voll nehem willst..Nur weil ich zwei Alben von Manson gut fand, die du nicht mochtest. Ganz schön engstirnig. Wirst es mir nicht verübeln, wenn das dann auf Gegenseitigkeit beruht..
März 30th, 2009 at 12:15
Ich hoffe ihr meint nicht, wenn ich eurem aufregendem Streit beiwohne
)
Nun ja Kinder, hier liegt ein klassisches Beispiel für den Konflikt zwischen Subjektivität und Objektivität(zu der ich jedoch noch was anmerken muss…)vor.
Verena ich kann deinen Gedankengang nachvollziehen, jedoch verstehe ich deine Argumentation nicht. Du kannst nicht sagen, dass du nicht jemand bist, der einfach alles von Manson gut findet und im gleichem Atemzug argumentieren, dass du ihn als Gesamtkonzept phenomenal findest und eine Bewunderin bist, es ergibt einfach keinen Sinn. Zu der Argumentation muss ich anmerken, dass die wenigen Argumente, die du gebracht hast, von Internetseiten wie mansonnews.de übernommen wurden, aber du hast auch selber zugegeben, dass du keine Ahnung von Musik hast, was diese Diskussion wiederum sinnlos macht. Ich meine, es ist keine Schande sich mit Musik nicht auszukennen, wäre ja schrecklich, wenn jeder ein Musikgenie wäre. Du magst die Sachen, weil du dich angesprochen fühlst und sie dich insperieren, dann solls auch so bleiben (wobei ich echt nicht verstehen kann, wie man alle Alben gleich gut finden kann…
Zu mr.Raven: Ich weiß nicht in wie fern man wirklich behaupten kann, dass man emotionale und objektive Empfindung bei der Bewertung von Musik oder auch Kunst von einander trennen kann, besonders wenn man eine Band geurteilt, die man selber früher mal bewundert hat, da entsteht schnell die Gefahr zur Links- oder Rechtsneigung (ist nichts politisches damit gemeint
).
Und da kommen wir auch zum eigentlichen Punkt, der nämlich lautet: “Sollte man diesen Mann hier arbeitslos machen oder nicht?” oder “In wie fern kann man sagen, dass ein Kritiker das Recht dazu hat offiziel zu sagen, dass ein Kunstgegenstand schlecht oder gut ist?” Denn Musik, Kunst und alle anderen Visuellen Reize berühren die Vorlieben jedes Einzelnen. Man kann nicht sich hinstellen und sagen, das ist gut und das ist schlecht. Ich bin kein Gegner deiner Kritik. Natürlich kannst du hingehen und den Song zerlegen und analysieren, was du -fast ohne- emotionale Empfindungen gemacht hast. Jedoch hingehen und eine bestimmte Punktzahl vergeben, ist meines Erachtens nicht der Sinn der Sache. Das ist auch das Problem, was ich mit euch Kritikern habe. Es geht bei Kunst nicht darum (zumindest sollte es nicht darum gehen) einen Preis zu gewinnen, den man nach erreichter Punktzahl bekommt oder nicht. Es geht um den Ausdruck seiner Selbst.
Nun ja, darum geht es aber in deinem Block nicht, wollte nur mal euch aufmerksam drauf machen worüber ihr euch hier eigentlich streitet.
P.S. sorry hab nicht alles so schön mit Zitaten belegt wie du Rave, hatte keine Lust mir die Mühe zu machen
März 30th, 2009 at 14:12
Danke für deine Wortmeldung MuWei. Ich muss dir in einigen Dingen recht geben. Ich habe bloß nie gesagt, dass ich alle Alben “gleich gut finde”.. Das ist auch nicht so. Ich finde alle Alben gut und würde sie immer zu meiner Lieblingsmusik zählen, obwohl ich auch sagen kann, dass Mechanical Animals bis jetzt wohl für mich PERSÖNLICH das beste Album war. Ich finde es einfach schön, dass seine Kunst nicht so eindimensional ist und er mit sehr vielen verschiedenen Sounds und Einflüssen und künstlerischen Vorbildern experimentiert. Das macht sein Werk facettenreich und nicht so monoton wie andere Bands, die bei jedem Album gleich klingen. Das ist bei Manson aber noch nie vorgekommen, egal wie sehr ihn viele dafür kritisieren. Ist schwer aus dem subjektiven Standpunkt zu argumentieren, da gebe ich dir vollkommen recht.
Finde es süß, wenn du schreibst ich habe alles irgendwo raus kopiert irgendwelche Seiten. Hmm.. ich les eben viel über Manson. Wenn ich viel über Schiele lese und anschließend in einem Streitgespräch mit meinen zuvor gewonnen Erkenntnissen argumentiere, ist das doch das Natürlichste auf der Welt. Wir alle können nur argumentieren, weil wir zumindest vorher einmal eine Auseinandersetzung mit einer Thematik hatten. Ohne das ist keine Diskussion möglich. Da geht es dem Laien gleich wie dem professionellen Kritiker. Ich kenne mich mit Musik tatsächlich nicht so gut aus, weil ich wie du richtig erkannt hast nur das höre, was mich anspricht und was ich einfach mag. Aber mit Manson an sich meine ich mich auszukennen.
Im Prinzip kann jeder Kritiker ja kritisieren wie er will, das ist eben die alte Streitfrage ob eine solche Kritik gerechtfertigt ist und was der Sinn von Kritik überhaupt ist, wenn der Kritiker nicht mal das schwächste Werk des Künstlers nicht mal nur annähernd zusammenbringen würde…
An sich finde ich Kritik aber dennoch gerechtfertigt, weil sie ja durchaus produktiv sein kann, ABER: ich glaube, dass es für den Künstler selbst bedeutender ist, was seine eigentlichen Rezipienten, sein eigentliches Publikum von seinem Werk hält… Ist nur so eine Idee.
April 27th, 2009 at 20:41
Seine neue Platte The High End of Low ist wohl obergeil!
April 27th, 2009 at 23:31
Soso, obergeil also? Na dann: Danke für die ausführliche Analyse und den Spam, ich editiere mal Deine Webadresse, so dass Du hier auch nicht nur den Traffic abgreifst mit Deinen sinnleeren Comments
.
September 5th, 2009 at 15:33
Hi. find die diskussionen hier lächerlich die ihr 2 führt. war selbst jahrelang fan von manson (aus welchen motiven auch immer). mein top album war antichrist superstar. bis einschließlich holy wood hat mir alles sehr gut gefallen, weil die band sich in einer gewissen weise treu blieb, und sich stets veränderte, was mir bei einer band sehr wichtig ist, aber auch irgendwann ins auge gehen kann. an golden age hat mir “eigentlich” nur das konzept gefallen das sehr ausgereift war, aber hab schon damals von der musik her begriffen, dass sie sich immer mehr (verwende ungern das wort kommerz) richtung masse bewegten, was mich sehr enttäuscht hatte. und tut mir leid, aber das neue album geht mMn garnicht. das ist meine subjektive beurteilung und kein mensch kann mich in irgendeiner weise davon überzeugen, dass ich umdenken müsste. ich weiß, dass brian warner ein intelligenter mensch ist, aber seine ziele kann ich derzeit nicht nachvollziehen. fertig aus. was ich übrigens echt ne schande finde verena, dass du eigentlich immer nur von “ihm” redest. marilyn manson ist eine BAND. nicht nur einer um den sich alles dreht. da merkt man einfach, dass es den “meisten” leuten (der masse) nicht um die musik (im sinne von das GANZE) an sich geht, sondern schlicht um eine führungsperson, die brian eindeutig verkörpert und offensichtlich verkörpern will. dass die anderen mitglieder fast garnicht wahrgenommen werden, find ich einfach einen witz!
schaut mal in die charts, was da für ein müll rumläuft. nur, weil eine kurze textpassage dabei ist, indem sich jugendliche identifizieren können (und die zu 99% immer in diesem bewusstsein geschrieben wurden) ist ein song platz 1. ??? kann sowas wahr sein? ich höre generell kein radio, aber wenn ich nicht anders kann, setze ich mich damit auseinander und verstehe nicht, wie “billige” einfach so hingeknallte songs die charts erobern… (es gibt aber wohl auch auch ausnahmen 1%)
naja, ich glaube ich könnte mich jetzt noch stundenlang in meinen gedanken zu diesem thema verlieren, aber das meiste wurde gesagt. ich persönlich höre derzeit eigentlich nur underground musik (einfach musik wo man merkt, dass sie gemacht wurde um nicht “nur” moneten im geldspeicher anzuhäufen, sondern sich selbst zu verwirklichen und der musik freien lauf zu lassen) das meiste ist hier übrigens instrumental, was eine gewisse offenheit zulässt und jedem erlaubt sein eigenes bild zu machen!!!!!)
btw, die ähnlichkeit zu rammstein ist auf alle fälle da. das kann keiner bestreiten. selbst rammstein hat gesagt: “wenn wir neue sachen schreiben fragen wir uns immer was manson wohl tun würde”.
vergesst die schubladisierungen endlich mal.
Industrial ist eine Kunst- und Musikrichtung, die sich ab der Mitte der 1970er-Jahre weltweit aus Elementen der experimentellen und Avantgardemusik sowie der Konzept- und Aktionskunst entwickelte. = kann prinzipiell alles sein. muss prinzipiell nur sagen dass man rumexperimentiert und konzepte bearbeitet.
es gibt heutzutage nur mehr grobe einteilungen.
meine einteilung für mich persönlich
entweder: qualitativ gut, oder qualitativ schlecht
ich leite selbst einen musikblog, und spiele selbst in einer band. ich könnte nicht bestreiten, dass mich die BAND manson nicht beeinflusst hätte, aber mit welchem ziel man ans musik schreiben herangeht hört man aus jedem song raus!
schaut einfach mal in meinem blog vorbei (link oben eingespeichert, alles bands die ihre alben GRATIS und LEGAL anbieten und qualitativ gut sind) wer keine geduld hat sich mit MUSIK auseinanderzusetzen und lieber lyrics googelt, die soweiso auf einen lieblosen beat und dahingeknallten riff basiert, lieber gleich sein lassen.
und hier noch meine band: (ich hoffe man hört raus, dass das nicht für die masse gemacht wurde, sondern lediglich um UNSER konzept umzusetzen, und unsere Gedanken zu bestimmten Themen, die nur instrumental untermalt sind) war das jetzt deutsch? egal.
http://www.myspace.com/ourceasingvoice
September 5th, 2009 at 15:40
kannst den letzten absatz (mit bandlink) weglassen. sollte eigentlich nur ein beispiel sein, aber ich glaube dass es als spam rüberkommen könnte!!! danke.