Traumsequenzen (X)

Neuartige Turngeräte aus lebenden Giraffen. Ich nehme zwei davon mit und benutze sie in der U-Bahnstation, vor mir ein Hut, um Geld für die Weiterentwicklung des Konzepts zu sammeln. Ich arbeite für eine Firma, die derartige Dinge herstellt. Niemand schenkt dem Treiben irgendeine Beachtung, der Trick hat sich schon abgenutzt. Die Tiere müssen sich bücken, damit hier reinpassen und die Rolltreppe ist jedesmal das größte Hindernis.

Später: Ich werde damit beauftragt, ein neues Grab für Salvador Dalí zu entwerfen. Meine Idee ist eine von Pflanzen überwucherte, schwere Holztür in einem ebensolchen Rahmen, die einfach so in der Gegend steht. Die Tür hat ein Klingelschild mit goldenen Knöpfen, statt Namen stehen dort die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder des Toten. Über dem Klingelschild ist eine Gegensprechanlage angebracht.

Eine alte Bekannte nimmt meine Hand und legt sie zwischen ihre Beine. „Mach Dich mal nützlich, statt immer nur dieses merkwürdige Zeug“, sagt sie.

Ich irre durch die Stadt und versuche, zur richtigen U-Bahnstation zu gelangen. Es gelingt mir nicht, ich kann die Karten plötzlich wieder genauso schlecht lesen wie in meinen ersten Wochen in der Großstadt, in der ich Menschenangst als Grund dafür vorgeschoben habe, dass ich niemals mit der Bahn fuhr. Ich weiß nicht warum, aber ich habe plötzlich Blut an der Unterlippe und dann fallen alle meine Zähne in meinen Mund. Ich spucke sie in meine Handfläche und starre den blutigen Haufen an. „Ha, da kann sich die Krankenkasse aber nicht wieder rausreden, dieses Mal müssen sie zahlen“, denke ich und lächle zahnlos.