In eigener Sache: Coma Cabaret

Das Coma Cabaret Neodada Art Collective ziept nicht an den Haaren! Treten sie noch heute bei!


Instant Poetry (LXXVIII)

Giftzähnig,

dem der Durst entbrannt,
zum Spiegel fragend:

“Wer wollte die losen Perlen geschmückt?
Wer wollte dass die Neider nur Zungen wären?”

So stand sie am Bettchen gekniet
und sprach mit dem Licht.


Instant Poetry (LXXVII)

Ich will zuviel
und häng am Niemand,
der, freischwebend und auch unverbindlich,
ganz schön leicht zugrunde geht.

Und am Ende wie am Anfang heißt es dann:
Es steht alles leer.


Instant Poetry (LXXVI)

Narziss(en)

DEINE Schönheit als süßer Blick,
neue Leiden von Euch einen;
Selbst ihre Außenseite lächelt umher,
wie oder zum Küssen aus Verhängnus.


Instant Poetry (LXXV)

Bald

Die Gitter bringen mich bald hinter sich,
Süßigkeiten warten vor dem Nebelwall.

Das Problem der langen Wartezeiten:
Damit Du einfach befriedet wirst;
Es ist immer eine Spannung da,
die Kinder merken das bereits,
vor drei geh ich gar nicht ins Bett.


Instant Poetry (LXXIV)

Träume mir nah von blumenreichem Tal.
Heute sei dein Frieden meine Burg.


Instant Poetry (LXXIII)

Das Innere

Leib der leuchtenden Meere:
Mit duftigem Grase sah nach den
Tauben; zu solchem Schauen aufgewacht,
greift uns das treublaue, durstige Aug;

Licht, Drum, Herz,
es müßte alles versinken,
hin da ihr, wie unsrem Innern
mir aus bald nun dreister greift.

Und dann löst es sich auf.


Instant Poetry (LXXII)

Naivling

Zeigt die Kinder des behübschten Glücks,
Springen soll Entweihung bringen:
So ist! Und der, der einbricht, zu begegnen,
Putz und Wände hinter- und zerfragt,
wird im selben Moment und Grunde welken.


Instant Poetry (LXXI)

Verletzung

Der Krieger küßt die Stirn im Kinderland,
Ich warte schmachtend am keim Grab,
Alle Narren spielen nur zur Nacht,
Der Wind fuhr fort und wurd’ gesehen:

Wetterspäher sieht und flucht:
Schwarze Öfen, weiches Kraut,
ihr Gesicht und kleine Erde.


Instant Poetry (LXX)

Zeit

So wird mein nächtlicher Ruf:
Stille schreien.

Das Glas dem wirren Mückentanz!
Wiesengrund, im Leichengewand:
Ein blütenreicher Kranz wird dann verdorren.


iDada (XIII)

Klej patta gârem:

Hilloko hellele &
Manglogo tung.

Schampa trulla: Kussa ólobo.


Instant Poetry (LXIX)

Stammbäumchen

IM Garten; unter Königinnen.

Deiner denk wieviel, mir flattert fort,
kein Wind kommt hier, darum,
denn Venus war, lag und verglühte.

Was uns von unseren Eltern blieb:
Sonnenstrahl in uns, entfliehn Flattern;

Fiel ich deinen Schein,
dann: Stille.

Oh!


Instant Poetry (LXVIII)

Beschuß und Weisung
(X-mess)

Stellt ein Sternbild!
Jedem lächelt laut mein Mißgeschick:
Vergangne Kraft,
ihr Halben hofft
auf die azurnen Wellen,

und gar kein Mann, ob nur, ob nah,
sieht, was die Drei am Himmel sehen.

Aus alten Tagen war ihr Licht,
und das Zicklein, dort und öde,
ließ zurück so manchen
Muselmann in Fesseln.