Stroboskopeffekt (IV)

‘Obdach des Kleinsten (Daß)’

Actor: Swan; Words and Videowork by Me


Instant Poetry (XLII)

Untiefe

“Vergebens Bitten, sich denkt ihr so,
den Lüften gaukelt der gewölbten Braun
und mancher Tag kein treuer Hund.”

Jener fürchtet ja,
Wenn Jupiter sieht,
Dem bösen Träume wissen,
und verklatscht von Ziegen:
Wo alle Stund erharre.


Instant Poetry (XLI)

Im GrenzGebiet

niemand sich entsetzlich ist, dir trinket man, mir er sieht’s. Trallalala ihr, willig sind welche, mir Kränze welken.
Bin dir voraus dem Lechzenden die Veilchendüfte sein? In allem für dein rastlos Streben?
nichts was wieder sprudelt, es stille mein, ander’ was sinnst. Nennen dich, vielleicht bist dir, ich Vater kennt.
Seid mir lieb kein Falke ein Graun bedeuten? Für alle zu deinen samtnen Schatten? Ruft es?
Geht strahlend: Und dein wird der Soldat!
Bild aber bebt im deinem Leben! Jene sind’s, die ergrimmte Gluth.
es dies allein ist’s, ich schnell der, den dich umflügelt. Merk mir, herunter reissen wir, das große beider Werden liegt.


Instant Poetry (XL)

Marsch

Weg Sterne sind bekannt.


Zettelpoesie

Projekte (I)

Projektbeschreibung: Zufällige Verteilung von selbstverfassten Gedichten auf kleinen Zetteln mit Angabe einer Internetadresse, die hierher führt, um Rückmeldungen von den Findern zu bekommen.

Lieber Zettelfinder,

Du bist hier gelandet, weil Du einen der kleinen Gedichtzettel gefunden hast, die ich derzeit überall hinterlasse, wo ich unterwegs bin.

Jedes dieser Gedichte existiert genau zehn mal in dieser Zettelform, insgesamt habe ich vor, vorerst 50 verschiedene Gedichte, also 500 Zettel, an den Orten zu verteilen, die ich in den nächsten Wochen und Monaten besuchen werde. Die Zettel werden dabei von mir völlig zufällig platziert, also sowohl an leicht zugänglichen Stellen, wie auch völlig seltsamen Locations, wo sie möglicherweise noch Jahre auf jemanden warten werden.

Sollte das Projekt erfolgreich werden, wird es danach in evtl. modifizierter oder komplett neuer Form fortgeführt. Sollte es richtig erfolgreich werden, werde ich versuchen, die Gedichte und die jeweils zu dem Gedicht gehörigen Rückmeldungen irgendwann als Buch zu veröffentlichen.

Wenn Du weiter an dem Projekt teilnehmen willst oder die möglichen anderen Rückmeldungen sehen willst, dann hinterlasse mir doch hier an der Stelle bitte einen kurzen Kommentar oder schreib noch besser eine eMail an raventhird(at)gmx.net und erzähle mir, wo und wann Du den Zettel mit welchem Gedicht (Titel genügt) gefunden hast, was Du Dir dabei gedacht hast, was Du an dem Ort eigentlich gemacht hast und wer Du bist. Danke.

Falls Du partout nicht bei diesem Mist mitmachen willst, würde ich Dich darum bitten, das Gedicht wieder irgendwo “auszusetzen” oder jemand Anderem (möglichst anonym) zukommen zu lassen, damit das Ganze nicht nur eine KunstumderKunstWillen-Aktion wird.

Ansonsten wünsch’ ich Dir einfach viel Glück und viel Spaß beim Lesen des Gedichts =).


Instant Poetry (XXXIX)

DER FREMDE, leise, am Baum erheitert,
drängt nach Tisch und zu den Wellen:

“Nun blühten allerorts die Gefallnen,
und horchten wild zu Dir heran,
schon und ziemlich wirr,
ist es siegen oder neu gestalten?

Gezeichnet:
Neigung stellt, Natur erschafft!”


Instant Poetry (XXXVII)

Dazzle

Solche Bilder machen Geschichte:
Die Fracht dann klagt:
“Alles Tote musst Du behalten!”
Welche Schmach muß drum herum?
Die Vögelchen steigen trotzdem wieder auf,
merk’s Dir, für die nächste Nacht.


Instant Poetry (XXXVI)

Grenzenlot

Statt Fisch:
Zu Berg und Flammen.
Jene hochbeglückten Damen! Stehn
bleibt
er doch willig durch Ajax.


Instant Poetry (XXXV)

Marly, die

Marly, die blutende Füße,
die blanke Fluten hört.


Instant Poetry (XXXIV)

Run.Run.Run.

Schwillt die Saphire!

Mein graues Land:
Lasst lieben, Blumen!

Heil er;

Mit Perlen
ungewohnter Zier
sind Amors
SteeplechaseWettläufe noch schöner.

Ums Haus,
Im nächsten: Wendung;
Sind schon am Ende?
Voran, Voran,
Schauer, Drang,

und tief schwebt das Gebirge!


Instant Poetry (XXXIII)

Seit

Alles Leben reifen sie;
seit meiner zarten Klinge.


Instant Poetry (XXXII)

Doch

Schweig still, Muse, doch Halt!,
Dir offenbahrt sich, weil keiner von uns mächtig ist
(da ihr süße Düfte verachtet).
Dann gesteh’s halt ich: Blümchen!


Instant Poetry (XXXI)

Textaufgabe (FrageRechnungAntwort)

mich mein lieb stelle, dich fleht die, er einen bin. FürniemandundnichtsStehn ihr, zerrissen fühlet sich, ihn Verdammten steigen.

Sollt mich blind das Spiegelbild des Wasser kühlen? Auf dem aus deines armen Beeren? Weigerst du?

selber du satt gelobet, es liest sie, du diesen laufen. Oscar mich, aber ists uns, die Wuth verkürzet.

Darf mich reich kein Glas der Duft herüberwehn? Vor ihnen wie seine spielenden Sonnen? Hörest du?

dieses andern hier ists, was begegnet ist, euch ich umklammert. Glocken ihn, hinab spaltet sich, nicht Besorgnis hegen.

Willst uns dicht der Mütter der Unvergänglichkeit geschehen? Zudem an deren rebumsponnen Fensterkreuz? Glaubst du wunderlich?

dieser sich voll sind, ihr behauptet sich, unser uns verschlingt. Mütter innen, kühl macht euch und mein Gemüt.