Instant Poetry (XLVI)
Alter
Jäh gelb sind all die Dinge,
da tobt der Beterchor.
Mit Flammen, manchmal zwischen Himmel
und anderswo.
Ewig endlos: Der wankende Greis
und das Wasser fließt durch die niederen Hütten.
Alter
Jäh gelb sind all die Dinge,
da tobt der Beterchor.
Mit Flammen, manchmal zwischen Himmel
und anderswo.
Ewig endlos: Der wankende Greis
und das Wasser fließt durch die niederen Hütten.
Die Bittstellerin
Feuchtes Kirchshofsgras:
Ich suchte nicht nach Sein.
Beide Hände am Ziel: Bei süßer Lust;
die einzige Blüte in den seligen Gefilden,
auch bei meinem, zu wild,
oder nur eine feine Hand.
Freier gehen von selbst,
zur Tür hinausgeschmissen dann.
Du bist. Ich war.
Mein Außensein
schlief jene kleinen Tage lang,
und das Verlangen, so zu schreiben,
schien im Innensein versteckt auf Reisen.
Wenn Du Süße rochst, dort drüben,
wo links der Schnee und rechts das Lachen:
Ging es dann ums Schweigen?
Du Friedhof meiner Phantasien,
ich buddle mich erneut durch Deine Grüfte
und öffne heut’ das frischste Grab.
Schneeblind und ohne viele Sinnwunden
wüte ich durch Deinen Vorgarten, Kunst,
und trage die Machete
wie eine Wunderwaffe vor mir her,
obwohl sie nur das Werkzeug ist.
Irrlichterst Du mich again?
Sinnverwichtelt ohne Niederkunft,
durchtrainiert und abgefuckt, dennoch:
Trockne Rosen auf dem Tisch,
leuchtend in se bräin.
Zwischen jedem Tau fällt Regen:
Ohne festen Vorsatz schwebend.
Frischer Schnee lässt warten:
Dein Wort tanzt aus jeder Quelle.
In der Kürze der gebotenen Eile
backe ich wieder Brot
und Uhus umarmen nochmals Ungeheuer:
-.-
Dasein
Dieser schlichte Wandrer der Toten,
Freundes dacht er dich:
Herzlieb aus meines Glückes
letzter Nacht, fernerer Himmel!
Einiger Schatz, der alles Leben ist,
denn fremd war mir immer das Geschick,
das gleitet durch jedes Leben wie gegeben.
Zwirn im ewigen Raum,
Klinke im Universum:
Zitternde Tage.
Untiefe
“Vergebens Bitten, sich denkt ihr so,
den Lüften gaukelt der gewölbten Braun
und mancher Tag kein treuer Hund.”
Jener fürchtet ja,
Wenn Jupiter sieht,
Dem bösen Träume wissen,
und verklatscht von Ziegen:
Wo alle Stund erharre.
Im GrenzGebiet
niemand sich entsetzlich ist, dir trinket man, mir er sieht’s. Trallalala ihr, willig sind welche, mir Kränze welken.
Bin dir voraus dem Lechzenden die Veilchendüfte sein? In allem für dein rastlos Streben?
nichts was wieder sprudelt, es stille mein, ander’ was sinnst. Nennen dich, vielleicht bist dir, ich Vater kennt.
Seid mir lieb kein Falke ein Graun bedeuten? Für alle zu deinen samtnen Schatten? Ruft es?
Geht strahlend: Und dein wird der Soldat!
Bild aber bebt im deinem Leben! Jene sind’s, die ergrimmte Gluth.
es dies allein ist’s, ich schnell der, den dich umflügelt. Merk mir, herunter reissen wir, das große beider Werden liegt.
Marsch
Weg Sterne sind bekannt.
DER FREMDE, leise, am Baum erheitert,
drängt nach Tisch und zu den Wellen:
“Nun blühten allerorts die Gefallnen,
und horchten wild zu Dir heran,
schon und ziemlich wirr,
ist es siegen oder neu gestalten?
Gezeichnet:
Neigung stellt, Natur erschafft!”
Dazzle
Solche Bilder machen Geschichte:
Die Fracht dann klagt:
“Alles Tote musst Du behalten!”
Welche Schmach muß drum herum?
Die Vögelchen steigen trotzdem wieder auf,
merk’s Dir, für die nächste Nacht.