Habe heute knapp 20 Artikel verfasst. Zum Großteil für Menschen, die mich dafür nicht bezahlen. Aus Idealismus und dem festen Glauben daran, dass ich mit meiner journalistischen Arbeit irgendwie weiterkomme, daran, dass es sich irgendwann auszahlt. Und morgen wird kein weniger stressiger Tag. Ich nähere mich dem Burnout.
| posted in Emotionslivestream
Tanzberauscht, schmalgratig, immer wieder kurz wankend, immer wieder kurz schwebend, aber weder fallend noch fliegend. So werde ich leben.
| posted in Leben
Der Fehler lag nicht an sich darin, dass ich mir die Arme aufgeschnitten habe, sondern darin, dass ich damit die Sache mit Bedeutung aufgeladen habe, die sie in Wirklichkeit gar nicht verdient. Und dann sprang diese Aufladung auf Dich über und zurück und über… das ist das Problem mit dem Spiegelmenschendasein.
| posted in Leben
Das „Chinese Democracy” des TripHop ist es, gewissermassen, dieses Album, dessen erste Single seit gestern vorliegt. Ganze elf Jahre haben uns Portishead warten lassen auf die lapidar “Third” betitelte, mit minimalistischem Artwork und mit elf Songs versehene Scheibe, die für viele schon vorab zu den Highlights des gerade erst richtig beginnenden Musikjahres zählt. Wer dabei insgeheim schon einen bloßen Aufguss alter Tugenden, gewissermassen ein Best-Of mit neuen Songs, befürchtet hat, den dürfte ‚Machine Gun’ eines Besseren belehren: Eiskalte Maschinengewehrdrums, elektronisch verzerrt, treffen auf eine fragile Beth Gibbons, die verzweifelt gegen die Maschine ansingt, dabei aber nie wirklich die Oberhand gewinnt. Erst ganz am Ende, wenn sie schweigt, vermischen sich warme Synthie-Melodien mit den weiterstampfenden Beats zum Finale von Etwas, das man nicht kommen sehen konnte. ‚Machine Gun’ ist ein Statement, ist die konsequente Präferenz von Kunst über Kommerz, ist die kältere Version von Radioheads ‚Idioteque’, und beweist, dass Portishead sich eben nicht auf dem ausruhen, was sie bereits erschaffen haben, sondern vielmehr weiter auf Pfaden voranschreiten, die viele Bands gar nicht erst als alternative Wege wahrnehmen. Eine eindrucksvolle Demonstration davon, wie man kreative und progressive Musik macht, die sich nicht so einfach in Schubladen pressen lässt. Ab dem 28. April auch in Albumlänge. Man darf sehr gespannt sein.
9 von 10 Punkten.
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Die Explosion des Regenbogens;
Mein einzig Licht und keine Fragen.
Manchmal verechot sich in der Realität das Nichts,
manchmal verstrickt sich alles beim zerhäkeln.
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Eine Tür: Tentakelumschlungen, hinterhöfig. Ich öffne sie, meiner angeborenen Neugierde folgend. Dahinter: Ein Spiegel, mich mehr verzerrend als reflektierend, durchschreitbar, was für ein billiges Klischee. Ich gehe hindurch und stehe inmitten eines Feldes voller Musik, die nicht von außen, sondern von innen kommt, mich auflösend, die Sache ist quälend und wundervoll zugleich. Das Auflösen der einzelnen Körperteile tut weh, aber wenn sie erst fort sind, fühlt man sich auf eine merkwürdige Art erleichtert, als ob die jeweilige Stelle die ganze Zeit nur eine Belastung gewesen wäre.
Dann folgte: Ein Misston. Der unangenehme Laut hallte in meinem Kopf wieder und klang, als ob jemand auf eine Nackschnecke getreten wäre, die sich dann wie mit einem letzten Wehklagen blubbernd in den Tod verabschiedet. Die Sache schlug in einen bösen Trip um, aus Alice wurde Malice und wieder hatte dieses Erlebnis ein Klischee erfüllt. War ich wirklich derart von Stereotypien geleitet? Ich beschloss, aufzuwachen und blickte aus dem Fenster. Diese alte Antenne, die jemand in den Blumenkasten gesteckt hatte, bewegte sich draußen agil im Wind, sie schien das lebendigste Ding hier zu sein.
| posted in Freistil
Frauen im Teiche
steht vor Undines
Gesang wie Schnee
Säulen in Mondschein
kommt ans Meer
Meerwind bei Amors
Hand ans Land
Binde um Pfingsten
Ausflug mit Wissen
Hat als Bote
Flattert mit Atem
Frühlingshauch aus Engelsphantasie
Hat zu Thal
Eden von Silber
Haut vom Olympus
Zeus von Felsen
Stirn mit Christi
Stern durch Lenchens
Stimme von Walters
Reben um Erdballs
Völker um Gottes
Welt.
| posted in Écriture automatique, Poetry