A Garden Trip (2008)

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Models: Vren & Z.


Instant Poetry (CX)

Am Baum erklingt sein Haar:
Das verwunschene Echo meiner Freude.


The Waitress IV (2008)

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Models: The Waitress (Band)


Instant Poetry (CIII)

Versplittert, zum Teil ganz zermalen
zu einfarbigen Staub, der nie wieder Stein wird
hängt quirlig herum mein Verstand.


Daily Irrsinn (III)

Heute habe ich zum dritten Mal versucht, zum Arzt zu gehen. Diesesmal bin ich sogar bis zu Herrn G. durchgedrungen. Aber von vorne: Mein Termin war auf Viertel vor elf gelegt worden und ich war selbstverständlich pünktlich. Das aber änderte nichts an der Schlange an der Rezeption, die bis zur Eingangstür reichte und die eher den Eindruck von Hauptbahnhof als von Arztpraxis vermittelte. Nachdem ich meine Wegelagerergebühr entrichtet hatte und im Wartezimmer (das mehr als zehn Sitzplätze hatte) mit meinem schmerzenden Knie zunächst eine halbe Stunde stehen durfte, begann ich mich bereits zu fragen, was ich eigentlich hier tat. Eine weitere halbe Stunde später hatte ich einen Sitzplatz und es waren ansonsten nur noch Menschen anwesend, die später als ich selbst eingetroffen waren (man hat ja mehr als genug Zeit, die Leute genau zu beobachten, wenn man nichts tut außer warten). Das aber änderte bizarrerweise nichts daran, dass ich noch eine dritte halbe Stunde warten durfte, während mehr und mehr Leute aufgerufen wurden, die meinem naiven Empfinden nach erst nach mir drankommen hätten sollen. Als ich dann endlich in die Röntgenkammer geführt und anschließend erneut im Wartezimmer platziert wurde, hatte ich dann zumindest kurz das Gefühl, dass mir das Ganze am Ende weiterhelfen könnte, was sich leider als Trugschluss entpuppte, denn Herr Dr. G. teilte mir nach einer blitzschnellen, weiteren Untersuchung meines Knies in seinem Sprechzimmer mit, dass ich kerngesund bin und verschrieb mir ein Allerweltsmedikament gegen Schmerzen und Entzündungen, für das ich in der Apotheke weitere zehn Euro zu entrichten hatte. Ich denke, ich werde nun wieder einige Jahre Pause machen, bevor ich das nächste Mal eine Arztpraxis aufsuche. Zumindest davon bin ich vorläufig geheilt.


V. (2008)

Gothic Model

Model: Vren


Musikalische Fundstücke (IV): One Day As A Lion

One Day As A Lion bestehen aus dem früheren The Mars Volta-Drummer Jon Theodore und dem Rage Against The Machine-Frontmann Zack De La Rocha. Den ersten Song von ihrer kommenden EP kann man sich seit ein paar Tagen auf der Myspace-Seite der Band anhören. Er trägt den Titel ‘Wild International’ und ist zwar leider nicht das erwartete Highlight geworden, klingt aber dennoch durchaus vielversprechend.


Ten Years After (I): Everlast

Damals waren sich alle einig: Der Song ‘What It’s Like’ hat was. Ein bislang unbekannter Musiker mit dem nicht grade originellen Künstlernamen Everlast schaffte damit und mit dem gar nicht mal so schlechten Doppel-Platin-Album “Whitey Ford Sings The Blues” den Durchbruch. Wenn man sich den Song heute nochmal anhört, klingt das doch alles sehr flach und wenn diese simple, aber einprägsame Gitarrenmelodie nicht in dem Stück wäre, würde sich sicherlich niemand mehr daran erinnern.

Heute
verhunzt derselbe Typ, der ungefähr noch so viel Erfolg hat, wie er wirklich verdient, gerne Johnny Cash-Klassiker und hat sich optisch an seinen ebenso fetten Kollegen Uncle Kracker angenähert. Von White Trash-Faktor her waren sie sowieso schon immer auf Augenhöhe. Jetzt muss nur noch Kid Rock an Gewicht zunehmen, dann könnten die drei Jungs unter dem Namen “Fat Rednecks” großen Erfolg haben. Wie schrieb ein Mensch so herrlich treffend unter das Youtube-Video von Everlasts schauderhafter Version von ‘Folsom Prison Blues’? – “That screeching noise in the background is the sound of Johnny Cash spinning in his grave.”


Tiefenstrukturanalyse (XXV)

Es gibt Leute, die gehen, auch wenn sie sich unbeobachtet fühlen, so, als würden sie von irgendjemandem beobachtet.


Silence And Reality (2008)

silenceandreality - raventhird.de

Model: Vren


Musikalische Fundstücke (III): “Death Magnetic”-Artwork

Metallica haben vor ein paar Tagen das Cover-Artwork ihres kommenden Albums “Death Magnetic” veröffentlicht. Ansehen kann man sich das Ganze hier. Abgesehen von der Tatsache, dass das Album das erste mit dem alten Bandlogo seit dem selbstbetitelten Album von 1991 (genauer betrachtet sogar das zweite Album überhaupt in der Discographie, bei dem das alte Logo ohne 3d-Effekt abgebildet wird [nach dem Debüt "Kill 'Em All"]) ist, lässt sich dazu sagen, dass das Cover zu den schlechtesten Albumartworks des Jahres zählt, denn das, was sich dort zeigt, ist genau das Gegenteil von Subtilität, Orginalität oder Tiefgründigkeit, sondern einfach eine schlechte wortgetreue Übersetzung des Albumtitels in ein effektüberladenes, flaches Symbol, das zudem noch ganz andere Assoziationen hervorruft. Warum kann sich eine so große Band keinen richtig guten Designer (besser wäre noch: Illustrator, denn diese Platte verdient eigentlich ein richtig gutes Old-School-Metalcover, wenn sie das ist, was die Band verspricht) leisten und warum sieht auch niemand im Umfeld, dass das so eigentlich gar nicht geht? Epic Fail.


Daily Irrsinn (II)

Nachdem ich letzte Woche lernen durfte, dass manche Ärzte an manchen Tagen einfach Mittags Feierabend machen (ich hatte ja keine Ahnung – der letzte notwendige Besuch bei einem Nicht-Zahnarzt liegt bei mir fast 10 Jahre in der Vergangenheit), hatte ich mich ausführlich über die Öffnungszeiten bei dem Doktor zwei Straßen weiter informiert und kam ich heute schon recht früh in die Praxis. Ich wurde postwendend wieder nach Hause geschickt. “Immer einen Termin machen”, belehrte mich die aufgebretzelte Arzthelferin, als ob sie ein Kleinkind vor sich hätte. Dass ich darauf hinwies, dass ich Schmerzen habe und auch gerne warten würde, änderte leider nichts daran, dass Sie mich auf Montag verwies. Das Beste daran ist, dass eben jene Schmerzen im Knie heute morgen eigentlich gar nicht mehr wirklich vorhanden waren, allerdings wiederkehrten, nachdem ich den nicht ganz kurzen Fußweg von unserer Wohnung zur Bank (Praxisgebühr holen), von dort zur Praxis und wieder nach Hause hinter mich gebracht hatte.


Instant Poetry (CVIV)

Drommetenschall wird bis zur Nacht wird zerfallen,
ich bin in diese arbeitsvolle Ruh gegangen.
Flieg Seele, entlang der Töne,
als ob man liebt und heimatlos:
Irgendwo tonloser Gesang in der Ferne.