Instant Poetry (LXXIV)

Träume mir nah von blumenreichem Tal.
Heute sei dein Frieden meine Burg.


Zettels Traum

Es ist kein Buch. Es ist ein Monster. Seine ersten Worte (mittlere Spalte, Haupttext) lauten „Nebel schelmenzünftich. 1 erster DianenSchlag; (LerchenPrikkel). Gestier von Jungstieren. Und Dizzyköpfigstes schüttelt den Morgen aus.“ Und danach wird’s erst richtig seltsam. Es hat 1330 Seiten und wiegt über acht Kilogramm. Das Format der Seiten ist A3 und jede Seite hat drei Spalten Text. Die ersten Worte in der ersten Spalte sind „:’Anna Muh-Muh !’“, die ersten Worte der dritten Spalte „(? :NOAH POKE ? (oder fu=?))“. Die Satzzeichen sind wirr gesetzt, scheinbar zufällig, die Syntax scheint sehr frei zu sein. Es ist extrem sperrig. Unlesbar, fast. Es, das ist ‘Zettels Traum’ von Arno Schmidt (bemerkenswerte Beschreibung zur schon wieder vergriffenen Taschenbuchausgabe hier).

Ich werde es lesen. Und kommentieren. Hier in meinem Blog. Stückchen für Mini-Stückchen. Das ist eine Monsteraufgabe, weil es eben ein Monster ist. Ich besitze die großformatige Faksimile-Version des Monsters schon sehr lange. Ich hatte sie mal jemandem geschenkt, aber derjenige gab sie mir zurück und die zugehörige Geschichte, die ich hier nicht wiederholen will, ist auch der Grund, warum ich es so lange nur unter dem Bett hatte.

Wenn es gut läuft und ich pro Woche sechs Seiten schaffen sollte, was verflucht viel ist bei der Dichte an Text, Information und Metainformation, die es beinhaltet, dann bin ich in ungefähr fünf Jahren damit durch. Falls ich ohne Pausen durchhalte.


Eden Coma (2008)

edemcoma


Wild Sabbath (2008)

sabbath-raventhird.de


Golden Dirt (2008)

thegoldendirt


Unvollständige Dialektik

In der Vorstadt
singt die Taube
von der Freiheit
auf dem Lande.

Auf dem Lande
grunzt das Ferkel
von dem
und dings.


Briefing (X)

Ihr netten Streifenpolizisten, die ihr mich heute vor dem Praktiker anhieltet,

man mag es für eine nette Geste halten, dass Ihr mit die Strafe für das Nichtmitführen eines Warndreiecks erlassen habt, weil ich heute Geburtstag habe. Wenn man allerdings die Umstände berücksichtigt, unter denen diese “allgemeine Verkehrskontrolle” zustande kam und die Art, wie Ihr mich dabei behandelt habt, dann könnte man leicht zu dem Schluss kommen, dass “selbstherrlich” doch der bessere Begriff für Euer Verhalten ist. Ich wollte lediglich zum Baumarkt fahren und mir dort Farbe kaufen, um heute ein bisschen zu malen. Zugegeben, ich trug dabei ausschließlich schwarze Kleidung und ich habe nun einmal lange Haare. Dass das für Euch, die Ihr mir auf der Hauptstrasse zunächst entgegen kamt, Grund genug war, um einen U-turn hinzulegen und mich bis auf den Parkplatz des Baumarktes zu verfolgen, mag man noch mit mit irgendwelchen Schulungen erklären können, die Polizisten, insbesondere in Bayern, mitzumachen haben (“lange Haare, das heisst Probleme”). Aber dass Ihr dann mit mir das Spielchen “Guter Cop, Böser Cop” zu spielen versucht habt und mich derjenige von euch, der den guten Cop spielte, in ein lässiges Gespräch über Drogenkonsum im Allgemeinen zu verwickeln versuchte, um mir irgendwelche selbstbelastenden Aussagen zu entlocken, die ich leider mangels Erfahrung mit dem Thema nicht machen konnte, während der Andere mit todernster Mine im Fahrzeug meine Autonummer irgendwohin durchfunkte, fand ich dann schon ziemlich verstörend in dem Sinne, dass ich dachte, wir würden im Jahr 2008 leben und die alten Klischees würden langsam, aber sicher nicht mehr gelten. Ihr habt mich eines besseren belehrt, nicht nur mit der abschliessenden Aussage, ich solle Euere Großzügigkeit bezüglich der Strafe doch mal zum Anlass nehmen, meine “Sorgfältigkeit zu überdenken”. Übrigens hatte ich mein Warndreieck sogar dabei, allerdings lag es in meinem Kofferraum unter einem Berg von Notizen, Büchern und sonstigem Kram, der sich im meinem Auto über die Zeit angesammelt hat und ich hatte keine Lust, meinerseits irgendwelche Vorurteile in Eueren Köpfen weiter zu festigen, indem ich erstmal alles vor euch auspacke, was ich so mit mir führe.

Das nächste Mal leg ich es in Griffnähe,

Euer Sebastian


Aurora (2008)

aurora-raventhird.de

Model: Z.


Der Selbstkritiker (VIII)

Zurück zur Kunst, jetzt und sofort. Diese Null<>Acht<>Fuffzehnanbiederung kanns doch nicht sein. Auch wenn die populär ist.


iDada (XIV)

Flow.

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Instant Poetry (LXXIII)

Das Innere

Leib der leuchtenden Meere:
Mit duftigem Grase sah nach den
Tauben; zu solchem Schauen aufgewacht,
greift uns das treublaue, durstige Aug;

Licht, Drum, Herz,
es müßte alles versinken,
hin da ihr, wie unsrem Innern
mir aus bald nun dreister greift.

Und dann löst es sich auf.


Oblivion (2008)

Oblivion

Model: K.M.


Das B. (2008)

dasb1

Model: Bubenheim