In eigener Sache: Über den Blog-Umzug

So, eines muss ich noch loswerden, bevor wieder die Kunst allein sprechen wird: Der Umzug des alten Blogs hier rüber zu Die Irrlichterkette, den ich in den letzten Tagen exzessiv vorantreibe, wird wohl noch ein paar Wochen dauern. Ich hatte seit Anfang 2007 über 1000 Beiträge gebloggt, in machen Monaten bis zu 80 Posts und selbige müssen allesamt per Hand hier wieder eingetragen werden, und vor allem, und das ist das wirklich aufwendige an der Sache, hier wieder mit exaktem Datum, Tags und Uhrzeit versehen werden. Das dauert. Blogspot und WordPress sind leider nicht kompatibel, es gibt keine Automatismen für einen solchen Fall. Aber es wird schon, ich will eigentlich nichts zurücklassen. Resignieren gilt nicht.

/edit 23.01 23.07h: Ich habe dank dem Leser Michael einen Weg gefunden, die Posts zumindest inhaltlich und datumstechnisch automatisch zu übernehmen. Aber die Bilder müssen trotzdem alle neu hochgeladen und eingepflegt werden, alles neu verschlagwortet (auch wegen meinem tollen neuen random Bilder-Tool rechts oben), die Postings zum Teil neu formatiert. Ich habe schon viereckige Augen, aber ich bin bereits fertig bis Januar 08 :).


Down (2008)

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Hirnsplitter (I)

Drüben, in der Papierecke:
Zwei leere Notizbücher sprechen über das Vergessen.


In eigener Sache: Astrix

Der Postbote wird sich gewundert haben, als er mir heute dieses schon von außen ziemlich futuristische Paket zustellte, das per Einschreiben den weiten Weg aus Isreal kam: Das Label Hommega Productions hat mir endlich zwei Belegexemplare des neuen Astrix-Albums „One Step Ahead“ zugestellt. Auf dem Cover prangt, wie ich schonmal verkündet habe, mein Bild „Negative Growth I“. Aber die limitierte Veröffentlichung des laut DJ Magazine weltweiten Top20-Scheibendrehers ist auch sonst lohnenswert (gute Überleitung, oder ;)?), denn im Inneren der ansonsten normal aussehenden CD-Hülle befindet sich keine Silberscheibe, sondern ein kleiner USB-Stick im stylish weißen Design, auf dem sich neben den mp3s zu der Platte auch noch die Wave-Dateien, Videos und sonstiges Material befinden. Sehr schick, das.


The Rise (2008)


Wort für Wort (XLVII)

“Du bist ein Muggel.” – “Du auch.” – “Nein.” – “So, was bist Du denn dann?” – “Ein Zauberer.” – “Und wo hast Du Deine Zauberausbildung gemacht?” – “Ich dachte jetzt, Du würdest fragen, wo mein Zauberstab ist. Darauf hätte ich eine Antwort gehabt.” – “Das ist ja jetzt nicht sonderlich originell.” – “Wieso? Du  weißt doch gar nicht, was ich sagen wollte.” – “So? Was wolltest Du denn sagen?” – “Hab ich plötzlich vergessen.”


Review: John Frusciante – “The Empyrean”

Kürzlich, in einem Interview mit einer Musikwebseite zu dem Album, um das es hier gehen soll, ließ John Frusciante ganz beiläufig eine Bombe platzen: Auch nach über einem Jahr Pause hätten die Red Hot Chili Peppers momentan keinerlei gemeinsame Zukunftspläne. Der durchschnittliche Musikkonsument schlägt bei dieser Meldung die Hände über dem Kopf zusammen, der Kenner freut sich im Stillen, ist es doch ein offenes Geheimnis, dass die musikalische Qualität von Frusciantes Soloalben schon seit fast zehn Jahren weit, weit über der seiner Hauptband liegt, die, von ein paar Ausnahmen (‘Zephyr Song’) mal abgesehen, nur noch substanzloses, radiokompatibles Gedudel fabriziert.

Frusciantes zehntem Soloalbum „The Empyrean“ gelingt hingegen das Kunststück, sein reifstes und sein experimentellstes Album zugleich zu sein. So lange Songs gab es noch nie, ein solch (in sich, versteht sich) geschlossenes Konzept hatte er noch nie und noch nie gab er sich sich ausführlich tatsächlich psychedelischen (und nicht nur atonalen, wie auf seinen frühen Platten) Passagen hin wie auf „The Empyrean“. Diese Songs sind nicht einfach bei einigen Jam-Sessions aus dem Ärmel gefallen, sie wurden mit viel Mühe ausgearbeitet und arrangiert, das ist vielleicht der am deutlichsten hörbare Unterschied zu den Vorgängeralben. Sie enthalten deutlich mehr Instrumentierung, Flea ist am Bass dabei, irgendwo auch der Ex-Smith Johnny Marr als zusätzlicher Gitarrist, viele elektronische Elemente und, ab der zweiten Hälfte, fügen sich auch noch eine Menge Streicher- und Klavierarrangements zu einen dennoch homogenen Gesamtsound zusammen. Gleichzeitig aber, und das muss man deutlich festhalten, sind hier richtig große Songs enthalten. Diese beiden Pole des Albums, die komplexen Arrangements und die Songfixierung werden gleich zu Beginn abgesteckt, wenn ‘Before The Beginning’, ein neunminütiger Instrumental-Track, und die vergleichsweise eher spärliche Coverversion vom Tim Buckleys ‘Song For The Siren’ das Album eröffnen. Danach folgt ein bunter, trippiger Wald aus purer Melodie, der von dem schon bekannten ‘Unreachable’ über das vielschichtige ‘Central’ bis hin zum besten Song der Platte mit dem bezeichnenden Titel ‘God’ reicht. Stellenweise verheddert sich die illustre Truppe um John Frusciante (dabei sind außer Flea und Marr noch Josh Klinghoffer, die New Dimension Singers und ein paar andere Musiker) zwar auch schon mal ein bisschen in ihren Ambitionen, was vor allem außerhalb des Kontext dieses Albums eher peinlich wirken dürfte (das richtig surreale ‘Dark/Light’ gleitet von einem orchestralen, mit Klavier untermalten Track in ein elektronisches Loop, bei dem John mit Kopfstimme engelsgleich seine Melodien intoniert), und bei manchen Songs würde man doch zu gerne die Version nur mit John an der Gitarre und ohne die Tonnen von Sphärenklängen hören, aus der Innenperspektive sind jedoch keine logischen Fehler zu verorten.

„The Empyrean“ ist insgesamt sicherlich nicht das stärkste John Frusciante-Album geworden (das bleibt weiterhin das spontan-depressiv-großartige „The Will To Death“), der bisher eigentlich immer vor allem dann glänzte, wenn er seine vielen, vielen Ideen möglichst unbearbeitet auf CD bannte, aber man sollte dieses Album, das aufgrund seiner relativ aufwendigen Struktur einige Zeit braucht, um zu wirken, keinesfalls unterschätzen: Wenn sich die Welt von „The Empyrean“ dem Zuhörer erst einmal geöffnet hat, dann wirken die vermeintlich spärlich gesäten Hits des Albums  plötzlich nur noch wie die Einstiegstracks in eine faszinierende, andere Seite von John Frusciante, die uns einen Musiker zeigt, der noch verdammt viel mehr Ambitionen zu haben scheint, als einfach nur ein paar eigene Songs aufzunehmen. Am Ende passt der Tim Buckley-Song dann nämlich doch noch perfekt zu diesem Album.

7/10 Punkten.


Side note: Ärgerlich: Lediglich die Japaner bekommen beim Kauf des Albums gleich zwei zusätzliche Tracks: ‘Today’ und ‘Ah Yom’, die nur den Titeln nach wie b-Seiten klingen, sich in Wahrheit aber doch recht gut in den Fluss dieser Platte integrieren. Amazon.com hat den Japan-Import für nicht wirklich kundenfreundliche 35 Dollar im Programm.


NewBorn II (2009)

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Musikalische Fundstücke (XV): Velvet Cacoon – Letztes Album

Es ist verdammt schwer, irgendwelche vernünftigen Infos zu Velvet Cacoon zu finden, einer der wohl mysteriösesten Bands aller Zeiten, deren Mitglieder (vielleicht ist es auch nur eine Person namens Josh) noch bis vor einigen Jahren permanent Gerüchte über angebliche Veröffentlichungen streuten, die es nie gab, deren Frontmann (eben jener Josh, der aber auch schonmal unter anderen Pseudonymen firmiert) extrem öffentlichkeitsscheu ist, und, wenn er mal eines seiner seltenen Interviews gibt, zum Teil absichtlich lügt wie gedruckt. Es gehört alles zum Mythos von Velvet Cacoon, genauso wie die Tatsache dass die einzige richtige Veröffentlichung (daneben gibt es noch eine Compilation, eine wiederaufgelegte Platte aus dem Frühwerk, ein paar Demos und einige Fake-Alben, die von Fans erstellt wurden, die auf den “Wir-vewirren-absichtlich-die-Leute”-Zug aufspringen wollten) “Genevieve” aus dem Jahre 2004 zu den seltsamsten, entrücktesten und schönsten Black-Metal-Alben zählt, die jemals aufgenommen wurden (wenn man die Band denn überhaupt diesem Genre zurechnen kann, was aber wieder ein ganz anderes Thema ist).

Der Nachfolger dieser Platte, betitelt “P aa opal Poere Pr. 33″ ist, nach langjähriger Arbeit, nun endgültig zu den Akten gelegt worden, wie Josh (aka SVG aka gral) vor einiger Zeit im Forum des Labels Full Moon Productions verkündete. Dennoch wurde von Seiten des Labels in eben jenem Forum der noch nicht gemixte Vorabtrack ’2′ veröffentlicht. Josh selbst stellte außerdem einige Zeit später die kompletten Gitarrenspuren aller Songs des Albums, das aus schwer nachvollziehbaren Gründen nicht mehr das Licht der Welt erblicken wird, zum Download bereit, was selbstverständlich für neuerliche Verwirrung unter den Fans sorgte.

Die letzte richtige Veröffentlichung von Velvet Cacoon wird nun ein Doppelalbum mit dem Namen “Atropine”, welches aber vorwiegend aus elektronischer Avantgarde-Musik bestehen soll. Da bei dieser seltsamen Band allerdings nichts so einfach wie bei allen anderen Bands ist, wurde die Veröffentlichung von “Atropine”, die für Nov/Dec 2008 geplant war, neuerdings verschoben, dafür kann man wenigstens das Video zu einem der Tracks namens ‘Nightvines’ bei youtube bestaunen. Musikalisch spricht dabei allerdings erstmal nichts für einen großen Wurf.


Instant Poetry (CXXXVI)

Nimm die Früchte mit in Schatten,
die morschen Knochen zu den Zweiflern.

Gib die Töne gleich den Bettlern,
und sonne Dich dann ganz allein im Wipfel.


Rebbi, der Virus auf StudiVZ

Bis heute dachte ich ja, dass Rebbi, der böse Virus, der auf StudiVZ (aber auch auf MeinVZ, SchuelerVZ und sogar ICQ) sein Unwesen treibt, ein Fake wäre. Bei Saffi war es ja auch so, dass das nur ein Hoax war (oder?!). Also habe ich aus Jux mal Rebbi zu meinen Kontakten hinzugefügt und der Virus zieht gerade alle meine Daten und löscht sie!!!1eins Hilfe, was kann ich jetzt tun, außer einen Blogeintrag posten, der bei Google indiziert wird und den Traffic für mein Blog erhöht? Bitte, bitte helft mir!!

Ach ja: So sieht die StudiVZ-Seite aus, wenn Rebbi, Saffi, Judei oder Nexiuz (und wie sie alle heißen) zugeschlagen haben, nur falls mal jemand die Katastrophe mit eigenen Augen sehen will (ist nur ein Screenshot, also braucht ihr keine Angst um euere unheimlich wichtigen Daten über eueren tollen Musikgeschmack und um euere Partyphotos haben): Rebbie auf Studi-VZ.

Edit: 17:30h: Ach herrjeh, jetzt fängt der Virus auch noch an, meine Freunde zu löschen! Zum Glück hat er bisher nur die erwischt, die ich sowieso kaum kenne und von denen ich nicht genau weiß, wie sie eigentlich in meine Kontaktliste gekommen sind, das ist wirklich eine totale Schandale…

Was kann man dagegen tun? Nur eines hilft jetzt noch: Leitet doch den Link zu diesem Blogeintrag an alle euere Kontakte weiter, damit werdet ihr immun gegen böse, bose Hoax-Viren in allen denkbaren Web2.0 Lebenslagen. Und guckt euch meine Photos an, das ist viel spannender als irgendwelchen fremden Leuten auf Social Network-Seiten hinterherzustalken, versprochen :).


The Street Of Dreams (2008/2009)

thestreetofdreams


Instant Poetry (CXXXV)

Am Bett geschlüpft,
mit Schnee verboten:
Ich weinte in dem/n alten Garten.