„An dem Abend, als Sie da saß mit ihrer Bundeswehr-Jacke in dem Zelt von den Schlauchboot-Pilgerern, das war wie Woodstock reloaded. Ich hab mich dermaßen in die Frau verliebt.“ – „Manchmal denke ich, Du bist der eigentliche Hippie und nicht Deine Frauen.“
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“Meine Strategie: Sisyphos auf Rezept / Ein Plädoyer für Seifenopern und für die tägliche Lyrik im limbischen System”
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“Einhalt dem Mythos der Kritik / Sensationelle RumpelkammerVernunft FÜR ALLE.”
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“Mühelos und kraftvoll / BlütenzauberMachtspielchen ohne Grenzen / Pflanzen und Träumen in hohem Gras”.
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In Wahrheit,
denke ich,
denkst Du
so wie ich.
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Es begann dieses eigentümliche Schauspiel, das immer dann stattfindet, wenn sich zwei Menschen treffen, deren Vorstellungen von ihrer künftigen Beziehung unsymmetrisch ist: Ein lustiger und gleichzeitig tragischer verbaler Tanz aufeinander zu und voneinander weg. Immer wenn David etwas gesagt und Silvia dem zustimmt hatte (und das tat sie auffällig oft), dann konnte man damit rechnen, dass David damit reagierte, im nächsten Moment das Gesagte zu relativieren, manchmal sogar weiterzuspinnen, um es am Ende ganz zurückzunehmen, um die von ihr konstruierten Gemeinsamkeiten zwischen den Beiden wieder zu dekonstruieren. Manchmal legte sie sogar auch diese Schritte noch zurück, um wieder aufzuholen: “So habe ich das noch gar nicht betrachtet, aber es stimmt schon”, sagte sie dann etwa. Ich beobachtete das Treiben eine Stunde lang, dann brachte er es selbst zur Sprache, als sie für einige Minuten nach unten gegangen war, um an einem Automaten eine neue Packung Zigaretten zu ziehen.
“Was will diese Frau verdammt nochmal von mir?”, sagte er, mich mit großen Kinderaugen anguckend, als wäre er zwölf Jahre alt und hätte noch nie etwas von Beziehungen, Liebe, Sex und Ähnlichem gehört. “Bist Du bescheuert? Sie steht ganz offensichtlich auf Dich”, erklärte ich. Es machte ihm Angst. Er war der Typ, der am liebsten alles in seinem Leben selbst unter Kontrolle behielt. Er plante, er überlegte, er tat nichts unkontrolliertes, er rauchte nicht und rührte keinen Alkohol an. Alles, was ihm wichtig war, war, seinem Lebensplan zu folgen und dieser sah keineswegs eine neue Beziehung oder gar nur Affäre vor (tatsächlich schien ihm dieses zweite Konzept noch völlig unverständlicher). Er überlegte kurz und sagte dann: “Hilf mir, Marc. Halt sie mir vom Hals, Du weißt doch, wie das geht, oder?” “Was soll ich denn Deiner Meinung nach tun?”, fragte ich. “Erfinde irgendwas über mich. Das kannst Du doch, oder? Geschichten erfinden. Du bist doch der Geschichtenerfinder. Erzähle Anektdoten über mich, die sie abstoßen.” Ich lachte. “David, dazu braucht es keine große Erfindungsgabe. Aber wenn Du das wirklich willst, dann helfe ich Dir gerne da raus.” Es klingelte an der Tür. Sie war zurück.
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Zerfetzte Worthülsen, Konsonantenreste und zwei Reime, partnerlos:
Gestern Lyrikparty, Dresscode: Zeugmafarben.
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“go fresh! / Reif für Love, Peace & Leserbriefe für Krebszellen / Die gesunde Mischung der FarbenPatrouille hat doch keinen Wert”.
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“Projekt MORGENLAND-Tragödie / ZEIGEN SIE ES! / STEP BY STEP beim Altersheim in Oldenburg”.
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“Triumph und König DER NATUR. / So grüßt man sich / FASHION und Überhangmandate”.
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Ich griff zum Telefon und informierte die Menschen über das, was passieren würde. Niemand von Ihnen hatte auch nur die geringste Ahnung, dass es schon morgen so weit gewesen wäre. Ich kann mir gar nicht oft genug ausmalen, was passiert wäre, wenn ich diese Menschen nicht informiert hätte über das, was passieren könnte und ich muss zugeben: Je öfter ich es mir ausmale, desto öfter passiert es, dass ich eine diebische Freude bei Vorstellung bekomme, ihre Gesichter sehen zu können im Angesicht dessen, was sie erwartet hätte, wenn ich sie nicht in Kenntnis gesetzt hätte. Nun, ich habe sie in Kenntnis gesetzt und selbst wenn ich das nicht getan hätte, dann hätte ich natürlich auch nie ihre Gesichter im Moment ihres eigenen Erkennens gesehen. Das wäre gänzlich unmöglich gewesen, man kann ja nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein und diese Menschen wohnen an unterschiedlichen Orten. Selbst um eines der Gesichter zu sehen hätte ich in den entsprechenden Ort reisen müssen, mich vor dem Haus der betreffenden Person verstecken, um dann mit einem technischen Hilfsmittel das Gesicht beim Verlassen desselben zu beobachten, beim Anblick dessen, was passiert wäre, wenn ich nicht eingegriffen hätte. Nun ist das alles aber wie gesagt bereits Schnee von gestern, denn es wird nichts passieren, ich habe sie alle erreicht, es wird keine sehenswerten Gesichter beim Anblick des Ereignisses geben, denn das Ereignis wird nicht stattfinden. Und dennoch: Irgendwie fühlte ich mich danach ein bisschen leer. Schuldig, vielleicht, daran, für diese Leute entschieden zu haben, dass das Nichts dem Erlebnis höhersteht. Ich wählte erneut eine Nummer.
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In der Umgebung unserer neuen Wohnung wimmelt es von kleinen Häschen und Marienkäfern. Als nächstes regnet es bestimmt Hufeisen – hoffentlich bin ich dann gerade drin.
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