Instant Poetry (CLXXIII)
Zu zweit der Zeit komplett entrückt,
im Falle, dass Amor auf Chronos zielt und trifft.
Zu zweit der Zeit komplett entrückt,
im Falle, dass Amor auf Chronos zielt und trifft.
Zwischen Konsonantenwetter und Vokalverlust:
Ich steh direkt an Deinem Wurzelrand
und seh doch nirgends den Baum.
Eine Hand in Deiner Hand:
Zwischen Regentropfen tanzen Schlummerkreise,
zwischen Sonnenblumenfeldern jagen sich das Jetzt und der Verlust.
An der Nabelschnur des Mondes,
mit Forellen hinterm Zaun:
Dieser Tag nimmt seine losen Enden
einfach selbst aus Deiner Hand.
Ihre alten Klagen hallen wieder:
“Als ich Dich unterwandern wollte
und dort nur eine Schale lag, kein Kern!”
„Du magst Früchte, ich mag Licht.“
Still sitzt sie am Walnussbaum und folgt
dem weiten Schattenwurf der Konsonanten.
In rote Fäden irr verstrickt,
ihr Kopf so gänzlich wundgedacht
von still erträumten Orten:
Das Übermorgen zieht so viele wirre Kreise.
Seltene Zaungäste
am goldnen Käfig:
Mutter Unvernunft
und ihre wildgeborne Kinderschar.
Reib Dich wund mit Muschelschalen,
wickel Kopf in Stacheldraht:
Am Ende kommst Du nicht umhin,
heraus, hinfort oder gar gänzlich weg.
Aus dem Leben losgebunden:
Deine Augen wie die Schlangen, die verschweigen.
Auf den Knien neben Felsen:
Weißes Chaos und allerorten.
Ein böses Gut in letzten Zügen:
Schreit! und Lacht! und Ohnmacht ob verlorner Ideale.
Mein Taktstock zählt die übrigen Sekunden.
Laß zu.
aber Linderung, bei des Sanges Lust
und bang aus vielen Jahren!
Wie elend war – bei Fluß und Stern -
meine Scham, so bald will ich wieder ziehen.
Zu teuer ich dieses Nähe gesehen:
Die gab; Und ihr Lieben läßt jenen singen.
Leichtschwebend fühlte sich, wie das Höllenfeuer liebt;
wunderlich, nah, weiß, ein Dunst, er schreitet.
Keine weicht mich in diesem fernen Kloster,
für Menschenohren sind das fern funkelnde Himmel
und ergraut doch ein Chorlied eine Trennung.
Libanon der Pomeranz;
Verschlossen, wie Hohn ein Ende,
Führ mich ohne Rat!
Jubelnd ihm welch Glück bist,
Er fühlet was zu Sternen in Herz.
Euch lose, wie Stein drauf fällt?
Er konnt er dann hell aber ruhn?
Laß den auf ewig zu.
Zwischen Vöglein krächzen Raaben:
Stürzt sie nieder, drei um hundert!
Steine fliegen, Federn bluten,
wenn Geliebte töten können.
Last one of 24 advent collages. The rest can be found here. Merry Christmas, everyone.
Laub und Veilchen sind geboren,
aus Ängsten, bin vergnügt,
alle Keime sind mein Sterben,
mir verjüngt sich lustig hin.
Vierundzwanzig kleinesüßeschnelle 5-Minuten-Seltsamkeiten aus der dadaistischen Collagenfabrik für jeden Tag bis Weihnachten möchten im Twitpicland abgeholt werden. Mmmjam.
Ich fand mich sitzen, liegen, stehen
an des Felsens Quelle,
am letzten Abend des Novembers: Irgendwo im Nirgendland.
Jetzt wird alles wieder ganz gewöhnlich,
denn es ist endlich kein November mehr.
Zum Glück.